|
FAQ, Fragen und Antworten Hier finden Sie Erklärungen zu den unterschiedlichen
Funktionsweisen von Magnetventilen und es werden die am häufigsten
gestellten Fagen beantwortet. 1. Was ist der Unterschied zwischen direktgesteuert, vorgesteuert und zwangsgesteuert? 3. Wie funktioniert ein direktgesteuertes Magnetventil NC bzw. NO? 4. Wie funktioniert ein vorgesteuertes Magnetventil NC bzw. NO? 5. Wie funktioniert ein zwangsgesteuertes Magnetventil NC? 6. Was ist ein 3/2 Wege Magnetventil? 7. Welches Magnetventil eignet sich für die Gartenbewässerung? 8. Welches Magnetventil nehme ich für Pflanzenölumschaltung? 9. Welches Ventil eigent sich für geschlossene Systeme? 10. Welches Ventil kann ich für höhere Drücke nehmen, Beispiel 70 bar CO2 Flasche? 11. Was bedeuten AC und DC bei den Spannungsangaben? 12. Wie bestimme ich das Gewinde, Umrechnung Zoll/mm? 13. Richtige Einsatzbedingungen für Magnetventile und andere Bauteile 14. Elektrischer Anschluß von Magnetventilen -------------------------------------------------------------------------------------------------- 1. Was ist der Unterschied zwischen direktgesteuert, vorgesteuert und zwangsgesteuert? Direktgesteuerte Magnetventile benötigen für die Schaltfunktion keinen Mindestbetriebs- bzw. Differenzdruck, sie arbeiten von 0 bar an. Vorgesteuerte Ventile arbeiten nach dem Differenzdruck- bzw. Servoprinzip und nutzen den Druck des Mediums zum Öffnen und Schließen des Ventilsitzes aus. Zwangsgesteuerte Magnetventile stellen eine Kombination von direkter und indirekter (vorgesteuerter) Betätigung dar. Eine mechanische Verbindung zwischen dem Magnetanker (Vorsteuerstufe) und der Membrane unterstützt die Öffnungsbewegung der Membrane. Dies bezeichnet man als Zwangssteuerung oder Zwangsanhebung. Im Gegensatz zu den vorgesteuerten Ventilen ist eine Mindestdruckdifferenz für diese kombinierte Wirkungsweise nicht erforderlich, das heißt, dass das Magnetventil von 0 bar an arbeitet. 2. Was bedeutet NC und NO ? NC ist stromlos geschlossen NO ist stromlos offen 3. Wie funktioniert ein direktgesteuertes Magnetventil NC bzw. NO? 2/2 Wege - Magnetventile
direktgesteuert, normal geschlossen (NC-Funktion)
Der maximale Betriebsdruck und der Volumenstrom hängen direkt vom Sitzdurchmesser (DN) und der Magnetkraft ab. Liegt am Magnet Spannung an, wird der Anker mit der Dichtung in die Magnetspule hineingezogen und das Ventil öffnet.
Der maximale Betriebsdruck und der Volumenstrom hängen direkt vom Sitzdurchmesser (DN) und der Magnetkraft ab. 2/2 Wege - Magnetventile
direktgesteuert, normal geöffnet (NO-Funktion)
Liegt Spannung an, wird der Anker (Kern) mit der Dichtung nach unten verschoben und drückt mittels des Stabes die Dichtung in den Sitz und schließt das Ventil.
Der maximale Betriebsdruck und der Volumenstrom hängen direkt vom Sitzdurchmesser (DN) und der Magnetkraft ab. 4. Wie funktioniert ein vorgesteuertes Magnetventil? 2/2 Wege - Magnetventile
vorgesteuert, normal geschlossen (NC-Funktion) Funktionsbeschreibung: Das Magnetventil ist geschlossen.
Der Elektromagnet ist stromlos und sein Anker verschließt die Abbaubohrung (Vorsteuersitz). Der Eingangsdruck in 1 (größer als Ausgangsdruck in 2) baut sich durch die Aufbaubohrung in der Membrane auf der Membranoberseite auf. Dieser Druck, multipliziert mit der Fläche der Membranoberseite erzeugt eine Schließkraft, welche größer ist, als die auf die Membrane wirkende Öffnungskraft. Sie wird auf ihren Sitz gepresst. Das Magnetventil öffnet.
Am Magnet liegt Spannung an. Die Magnetkraft, größer als die auf den Anker wirkende Schließkraft (Feder-, und Druckkraft), hebt diesen von der Abbaubohrung. Hierdurch wird der Raum oberhalb der Membrane entlastet, und eine Druckgleichheit mit Seite 2 des Ventils stellt sich ein. Diese Druckentlastung bleibt bestehen, da durch die Aufbaubohrung weniger Fluid nachströmen kann, als über die Abbaubohrung entweicht. Somit überwiegt die Öffnungskraft, resultierend aus dem höheren Eingangsdruck in 1 an der Membrane. Sie hebt vom Ventilsitz ab, und das Ventil bleibt so lange geöffnet, wie die vorgeschriebene Druckdifferenz von 1 nach 2 ansteht. Diese beträgt je nach Ventiltyp 0,1 bis 1 bar. Das Magnetventil schließt Der Magnet
wird ausgeschaltet und der Anker verschließt durch die Feder- und Druckkraft
die Abbaubohrung. Oberhalb der Membrane baut sich wieder der gleiche
Druck wie auf Seite 1 auf und die resultierende Kraft presst die Membrane
auf den Ventilsitz. 2/2 Wege - Magnetventile vorgesteuert, normal geöffnet (NO-Funktion) Funktionsbeschreibung: Das Magnetventil ist geöffnet.
Im stromlosen Zustand ist das Ventil geöffnet und der Anker mit seiner Dichtung wird durch die Federkraft in einer Position gehalten, die den Ventilsitz frei lässt und löst so die öffnung des Hauptsitzes aus und ermöglicht das Durchströmen des Mediums von 1 nach 2. 2/2 Wege - Magnetventile vorgesteuert, normal geöffnet (NO-Funktion) Das Magnetventil ist geschlossen.
Liegt am Magneten Spannung an, wird der Anker mit der Dichtung nach unten verschoben und drückt mittels des Stabes die Dichtung in den Sitz und verschließt die Abbaubohrung (Vorsteuersitz). Der Eingangsdruck in 1 (größer als Ausgangsdruck in 2) baut sich durch die Aufbaubohrung in der Membrane auf der Membranoberseite auf. Dieser Druck, multipliziert mit der Fläche der Membranoberseite erzeugt eine Schließkraft, welche größer ist, als die auf die Membrane wirkende Öffnungskraft. Sie wird auf ihren Sitz gepresst und verhindert das Durchströmen des Mediums von 1 nach 2. Das Magnetventil öffnet Wird der Magnet stromlos, öffnet der
Anker durch die Federkraft die Abbaubohrung. Hierdurch wird der Raum
oberhalb der Membrane entlastet und eine Druckgleichheit mit Seite 2
des Ventils stellt sich ein. Diese Druckentlastung bleibt bestehen,
da durch die Aufbaubohrung weniger Fluid nachströmen kann, als über
die Abbaubohrung entweicht und ermöglicht somit wieder das Durchströmen
des Mediums von 1 nach 2. 5. Wie funktioniert ein zwangsgesteuertes Magnetventil NC? 2/2 Wege - Magnetventile mit Zwangssteuerung, normal geschlossen (NC-Funktion) Zwangsgesteuerte Magnetventile stellen eine Kombination von direkter und indirekter (vorgesteuerter) Betätigung dar. Eine mechanische Verbindung zwischen dem Magnetanker (Vorsteuerstufe) und der Membrane unterstützt die Öffnungsbewegung der Membrane. Dies bezeichnet man als Zwangssteuerung oder Zwangsanhebung. Im Gegensatz zu den vorgesteuerten Ventilen ist eine Mindestdruckdifferenz für diese kombinierte Wirkungsweise nicht erforderlich, das heißt, dass das Magnetventil von 0 bar an arbeitet. Die Magnetspule ist bei zwangsgesteuerten Elektromagnetventilen sehr häufig kräftiger ausgelegt, da diese bei fehlender Druckdifferenz ohne Druckunterstützung das Ventil öffnen muss. Magnetventile mit Zwangsteuerung vereinen also die Vorteile der Direktbetätigung (kein mindest Druck/Durchfluss erforderlich) und der indirekten Betätigung (relativ großer Volumenstrom bei hohen Drücken). Funktionsbeschreibung: Das Magnetventil ist geschlossen.
Der Elektromagnet ist stromlos und
der Anker verschließt die mittig auf der Membrane befindliche Abbaubohrung
(Vorsteuersitz), das Ventil ist geschlossen. Der Eingangsdruck in 1
(größer als Ausgangsdruck in 2) baut sich durch die Aufbaubohrung in
der Membrane auf der Membranoberseite auf. Das Magnetventil ist geöffnet.
Am Magnet liegt Spannung an. Die Magnetkraft, größer als die auf den Anker wirkende Schließkraft (Feder-, und Druckkraft), hebt diesen von der Abbaubohrung. Hierdurch wird der Raum oberhalb der Membrane entlastet und eine Druckgleichheit mit Seite 2 (Ventilausgang) stellt sich ein. Diese Druckentlastung bleibt bestehen, da durch die Aufbaubohrungen weniger Fluid nachströmen kann, als durch die Abbaubohrung entweicht. Somit überwiegt die Öffnungskraft, resultierend aus dem höherem Eingangsdruck in 1. Die Druckdifferenz zwischen Membranenober-, und -unterseite hebt die Membrane also vom Ventilsitz ab. Dieser Öffnungsvorgang ist somit identisch wie bei den Ventilen mit indirekter Betätigung. Abweichend davon ist jedoch, dass die Membrane nach einem gewissen Ankerhub gleichzeitig über einen Mitnehmeranschlag, die mechanische Kopplung, vom Magnetanker die in Öffnungsstellung gezogen wird. Zum Öffnen und Offenhalten des Ventils wird also keine Druckdifferenz benötigt. Das Magnetventil schließt: Der Magnet wird ausgeschaltet und der Anker verschließt durch die Federkraft (und Druckkraft, wenn vorhanden) die Abbaubohrung. Oberhalb der Membrane baut sich über
die Aufbaubohrung wieder der gleiche Druck wie auf Seite 1 auf und die
resultierende Kraft presst die Membrane auf den Ventilsitz. Bei keiner,
bzw. sehr geringer Differenzdruck erfolgt dieser Schließvorgang allein
durch die Kraft der Federn im Ankerrohr oberhalb der Membrane. 6. Was ist ein 3/2 Wege Magnetventil? Direktgesteuerte 3/2 Wege Magnetventile
benötigen für die Schaltfunktion keinen Mindestbetriebs- bzw. Differenzdruck,
sie arbeiten von 0 bar an. Funktionsbeschreibung: Die Wirkungsweise des Magnetventils ist abhängig von der Anschlussbelegung, das heißt, wie die Anschlüsse mit dem Fluidsystem verbunden sind. Das Magnetventil ist geschlossen.
Der Anschluss 1 ist mit dem Zulauf,
der das Medium führt, verbunden und der Anschluss 2 bildet den Ventilausgang.
Anschluss 3 ist die Entlüftung oder der Rücklauf. Direktgesteuerte 3/2 Wege Magnetventile benötigen für die Schaltfunktion keinen Mindestbetriebs- bzw. Differenzdruck, sie arbeiten von 0 bar an. Das Magnetventil ist geöffnet.
Am Magnet liegt Spannung an und der
Anker (Kern) wird in die Magnetspule hineingezogen, wobei der Anker
mit seiner oberen Dichtung durch die Feder auf den oberen Ventilsitz
gedrückt wird. 7. Welches Magnetventil eignet sich für die Gartenbewässerung? Dafür eignen sich alle vorgesteuerten Magnetventile. Durch die Verbraucher die in der Regel angschlosasen sind entsteht der nötige Rückstau um das Ventil zu öffnen. 8. Welches Magnetventil nehme ich für Pflanzenölumschaltung? Dafür verwendet man die 3/2 Wege PÖL Ventile. Die dafür geeigneten Ventile sind mit PÖL gekennzeichnet. Bei der Suche über das Suchfenster erhält man durch die Eingabe des Wortes "PÖL" alle Treffer. 9. Welches Ventil eigent sich für geschlossene Systeme? In geschlossenen Systemen wie z.B. Heizungsanlagen, ist meistens der Druck über dem Ventil nicht bekannt. In solchen Fällen sollte man zwangsgesteuerte Ventile einsetzen. 10. Welches Ventil kann ich für höhere Drücke nehmen, Beispiel 70 bar CO2 Flasche? Für solche Einsatzfälle haben wir extra Magnetventile die hohe Drücke schalten können. Diese sind bei den direktgesteuerten Ventilen zu finden.
11. Was bedeutet AC und DC bei den Spannungsangaben? AC steht für Wechselspannung. z.B. 230V Hausversorgung DC bedeutet Gleichspannung. z.B. Auto 12 V/ DC
12. Wie bestimme ich das Gewinde, Umrechnung Zoll/mm? Gewinde ISO 228
13. Richtige Einsatzbedingungen für Magnetventile und andere Bauteile, damit Sie lange Freude an der Technik haben Teilweise werden Ventile unter Bedingungen betrieben die recht schnell zu Beschädigungen führen können. Auf jeden Fall ist der Anwender für die Beachtung der Bedingungen verantwortlich. Hier haben wir ein paar Tipps zusammengestellt die zu beachten sind. Wichtig ist, dass die Einsatzbedingungen unbedingt vorher geklärt werden sollten. Zu beachten sind u.a. Temperatur des Mediums: wird das zu heiß schadet das erstens den Dichtelementen und zweitens kan die Spule überhitzen, was diese dann auch zerstören kann Temperatur der Umgebung: die Spulen geben eine große Menge Wärme ab, je nach Leistung. Es müss gewährleistet sein, dass diese Wärme auch weg geführt wird Druck Differenzdruck Das Medium selber muss mit den verwendeten Materialien verträglich sein, um das zu klären können Sie anhand von chemischen Beständigkeitslisten prüfen ob das passt. Diese Listen findet man im Internet über Suchmaschinen z.B. oder Sie fragen bei uns nach. Elektrischer Anschluß: Auch wenn Ventile IP55 oder IP65 haben sind die nicht zwangsläufig wasserdicht. Der IP Grad sagt nur etwas über den Berührungsschutz aus. Spulen sind zum großen Teil aus Polyamid, das nimmt Feuchtigkeit auf und dann brennt die Spule durch. Das ist besonders bei 230 V/AC zu beachten, da es da schneller zu Überschlägen in der Spule kommen kann, bei Niederspannung wurde das nicht so oft beobachtet. Ventile sollten immer so eingebaut werden, dass Kondenswasser immer schnell abtrocknen kann oder besser garnicht erst entsteht. Der Einbau in verschlossene Kisten, Schachteln oder Dosen ist auch bedenklich, da die entstehende Luftfeuchtigkeit von den Spulen aufgenommen werden kann.Wir haben es schon erlebt, dass "normale" Magnetventile in einer Tüte im Garten vergraben wurden, das geht nicht lange gut. Das ist wie im Treibhaus, die Spulen saugen sich mit der Zeit voll und dann brennt die Spule irgendwann durch. Wenn Sie solche extremen Einsätze planen, fragen Sie besser vorher an per Mail. Beschreiben Sie so genau wie möglich den geplanten Einsatz, dann können wir schauen ob wir etwas passendes anbieten können. Ventile sind frostgeschützt zu montieren oder sie sollten im Winter demontiert werden, wenn Frostgefahr ist. Wenn das Medium nicht sauber ist, empfiehlt es sich einen Schmutzfänger davor zuschalten. Ablagerungen aus dem Medium können auch die Funktion beeinträchtigen, dann sollte eine regelmäßige Reinigung der Ventile eingeplant werden. Je genauer Sie die Einsatzbedingungen beachten, um so länger werden die Ventile problemlos funktionieren. 14. Elektrischer Anschluß von Magnetventilen Der Anschluß der Magnetventile erfolgt mittels Flachstecker oder Gerätestecker. Die beiden gegenüberliegenden Kontakte sind für die Spannung: + und - sind bei DC egal wie rum, bei AC ist Null und Phase egal. Der untere Kontakt ist bei 230V AC für den Schutzleiter, bei Niederspannung kann der frei bleiben. Der Kontakt hat eine direkte Verbindung über die Innenseite der Spule zum Metallgehäuse.15. Was bedeutet NW Nennweite Die Nennweite gibt Auskunft über die engste Stelle im Ventil, meist der Ventilsitz. Die Anschlußgröße kann durchaus G3/4" sein aber die Nennweite nur 0,8mm. In der Regel sinkt mit zunehmender Nennweite auch der schaltbare Druck des Ventils. Diese Angaben sind bei jedem Ventil in der Beschreibung hinterlegt, diese Angaben müssen unbedingt beachtet werden.
|